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Einsatz Herste (02.-03.04.2002)

Einsatz Herste (02.-03.04.2002)

OV Warburg unterstützt Feuerwehr bei Großbrand

 

Am 02. April 2002 um 18:00 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises Höxter den Ortsbeauftragten des OV Warburg und bat um Unterstützung bei der Bekämpfung eines Großbrandes im Bad Driburger Stadtteil Herste.

 

Dort war die Lagerhalle einer Spedition aus bis dahin ungeklärter Ursache in Brand geraten. 10 Helfer der "SEG Beleuchtung" waren gegen 19:00 Uhr am Brandherd und leuchten für den zu erwartenden Nachteinsatz die Schadenstelle aus. Insgesamt kamen 3 Power-Moon und 6 x 1000 Watt-Scheinwerfer zum Einsatz und die am Brandeinsatz beteiligten Kameraden der Feuerwehr hatten so gute Bedingungen selbst in der Dunkelheit den Großbrand zu bekämpfen. Der Einsatz dauerte die gesamte Nacht und das THW stellte zudem noch 4 Helfer als Brandwachen ab, die dann gegen 10:00 Uhr des Folgetages abrücken konnten. Die Lagerhalle wurde durch das Feuer komplett zerstört; Menschen kamen nicht zu Schaden.

 

Nach dem Einsatz erreichte die Kameraden des THW ein Dankschreiben des Kreisbrandmeister Johannes Kunstein, in dem er sich für die wertvolle Unterstützung bei dem Großfeuer bedankt und auf den guten Ausbildungsstand der THW-Kameraden sowie den Zustand des umfangreichen technischen Gerätes verweist, von dem er sich persönlich ein Bild machen konnte. Er dankte weiter für die uneigennützige Bereitschaft zu helfen und die schnelle Verfügbarkeit von Personal und Material und hofft auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

 
 
 

Ausbildung der THW Jugendgruppe I (April 2002)

Ausbildung im Bereich Bergung von Verletzten mit einem Dreibock im April 2002

Elbeflut 2002

Warburg (WB). 25 Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) Warburg sind seit gestern bei der Bekämpfung des Hochwassers in Sachsen-Anhalt eingesetzt. Um 16 Uhr brach der Technische Zug mit drei Fahrzeugen an der THW-Unterkunft in der Altstadt auf. Um 13.20 Uhr war die Alarmierung beim Ortsbeauftragten Albert Leifels eingegangen. Ziel der Helfer ist die Stadt Stendal in der Altmark, 60 Kilometer nördlich von Magdeburg gelegen. Die Warburger sollen hier Dämme und Deiche an der Elbe sichern. Die genaue Aufgabenstellung für die Einsatzkräfte stand am Sonntag noch nicht fest, auch ist offen, wie lange der Einsatz andauert.

 

Nach der Alarmierung war alles sehr schnell gegangen. In Windeseile wurden Schlafsäcke, Taschen mit Kleidung, aber auch Schwimmwesten und wichtige Ausrüstungsgegenstände in den THW-Fahrzeugen verstaut. Noch ein kurzer Abschied von den Angehörigen, dann drehte sich alles nur noch um letzte Detailplanungen für die Fahrt und den Aufenthalt in der Krisenregion.

In dem voraussichtlichen Einsatzgebiet bei Stendal wird der höchste Wasserstand der Elbe zur Wochenmitte hin erwartet. Untergebracht werden die Warburger in einem Flugzeughangar. Doch: "Was uns genau erwartet, wissen wir nicht", sagte Leifels. "Viele von uns kennen eine solche Situation nicht und sind schon ein bisschen aufgeregt."

 

Erste Station am Sonntag war zunächst Paderborn. Dort bildete sich um 17 Uhr ein Konvoi mit THW-Einsatzfahrzeugen, die aus der gesamten Region Paderborn, aber auch aus Höxter zusammengezogen worden waren.

"Seit Samstag schon hatten wir fest mit unserem Einsatz gerechnet", sagte Leifels, "dies allein schon deshalb, weil die THW-Kollegen aus Arnsberg und Lippstadt bereits seit Mittwoch im Dauereinsatz und somit entsprechend erschöpft sind". Leifels rechnet mit einem einwöchigen Aufenthalt und damit, dass es vor allem darum gehen wird, Sandsäcke zu füllen, zu schleppen und zu verteilen. "Da kommt es auf jeden Mann an", so Leifels, der in diesem Zusammenhang lobte, dass die betroffenen Arbeitgeber sich nicht gegen eine Freistellung ihrer Mitarbeiter gesperrt hatten.

 

Besonders erfreut war Leifels, dass sich dem Zug mit Lothar Häger ein freiwilliger Helfer angeschlossen hat, der bislang nicht im THW aktiv war. "Als ich von dem bevorstehenden Einsatz hörte, habe ich mich spontan entschlossen", sagte der Berufsschullehrer aus Welda dem Westfalen Blatt. "An der Elbe wird doch jeder Helfer gebraucht. Jetzt, in den Schulferien, habe ich die Zeit dazu, mitzuwirken", begründete er seine außergewöhnliche Entscheidung.

 

Freitag um 22.30 Uhr waren bereits die THW-Aktiven Ronny Baetens und Martin Schmidt nach Sachsen-Anhalt aufgebrochen. Mit drei "Power-Moon-Hochleistungslampen" leuchten sie rund um die Magdeburg Schadensstellen aus und unterstützen so die nächtlichen Einsätze der Kameraden aus Lippstadt.

 

Die in Warburg ansässige "Fachgruppe Infrastruktur" des THW ist bislang nicht angefordert worden, der Ortsbeauftragte hält es aber für gut möglich, dass diese in wenigen Tagen folgen wird.

 

(Quelle: Westfalen Blatt vom 19.08.02, Text/Foto: Carsten Reinhardt)